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 english fusion text

 

Mit dem Modell "Fusion" benützt das Modell "Kunst" eine Konstruktion, die aus der Wirtschaft bekannt ist, um eine Struktur für Fragestellungen zu schaffen, die den Zusammenhang von Wirtschaft und Kunst betreffen.

Wir gehen davon aus, daß die traditionellen Oppositionen wie "Kunst versus Kommerz" oder "Kunst versus Leben" ihre Relevanz verloren haben und durch andere Vorstellungen wie "Künstler als Manager" und, vice versa, "Kunst als vita peracta" oder Kunst als Dienstlestung ersetzt worden sind.

Die Herstellung des geplanten Fusionsnetzes verbindet die beteiligten Marktsubjekte durch marktimmanente Kanäle der Kommunikation und ermöglicht damit ein Gespräch über die in Bewegung gesetzten Grenzen der pankapitalistischen Perspektive.

Dieser visionäre Aspekt wird mit konkreten Untersuchungen fusioniert. Das Projekt dient also auch als Grundlage, real existierende Zusammenhänge sowie mögliche positive Wechselwirkungen, wie sie innerhalb einer rein wirtschaftlichen Fusion (d.h. von Unternehmen erwartet werden) durch die konkrete FUSIONworldwide zu untersuchen und voranzutreiben. Die jeweiligen Synergieeffekte sollen transparent gemacht und genutzt werden. Diese Versuchsanordnung könnte als Grundlage und Modell für eine Zusammenarbeit von fusionierten Beteiligten fungieren.

Das Hauptanliegen des Projektes ist die Integration der Medien (Zeitungen, Zeitschriften, Magazine etc.), in Form von möglichst oft erscheinenden "Fusionsseiten". Angestrebt wird eine echte Partnerschaft, die die Mitgestaltung seitens des Partners miteinschließt.

Die Seite wird getragen und inhaltlich gestaltet von den Fusionspartnern bzw. einem begleitenden Redaktionsteam und soll visuell dem Grundkonzept des Projektes Rechnung tragen - d.h., das Layout reflektiert die Bezüglichkeit zwischen "innerem" und "äußerem" Raum.

Inhalt und Gestaltung bewegen sich in den Grenzen des des üblichen Inhaltes "Zeitung" (Transport von Information), den Seiten einer Zeitung, die Kunstprojekte realisiert, und z.B. der Werbung. Die Beiträge für die Fusionsseite stammen von Wissenschaftlern, Ökonomen, Theoretikern, Künstlern - eben von allen an der Fusion Beteiligten, die das Beziehungsgeflecht zwischen Wirtschaft, Kunst, Theorie, Medien etc. thematisieren.

Vorgangsweise:
Die beteiligten Partner spielen real die Fusion als Wirtschaftsfaktor durch. Sie sind alle durch ihre Websites vernetzt und haben einen Link zum Projekt. Die Beiträge behandeln unterschiedliche Postitionen zum Thema der Fusion, in Form von theoretischen Beiträgen aus Kunst, Wissenschaft, Wirtschaft etc., oder/und als künstlerische Beiträge.

Der Künstler und ein Stab von Mitwirkenden arbeitet in einem Raum des O.K Centrums für Gegenwartskunst in Linz - erste location der Redaktion, sammelt und redigiert die einlangenden Beiträge und formalisiert sie als Zeitungsseiten, die als fertige Dateien per ISDN an die Zeitungen geschickt werden.

In der Redaktion ist der Raum "Privat-(Pool)" und "Arbeitszone" durch eine transparente rosa Grenze voneinander getrennt.

Alexander Sokolov